/// Allgemeine Geschäftsbedingungen ///
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge, Dienstleistungen, Coachings, Beratungen sowie für den Verkauf und die Bereitstellung digitaler und physischer Produkte zwischen Stephan Braun (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden.
(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB), es sei denn, in der jeweiligen Klausel wird ausdrücklich differenziert. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Leistungsangebot und Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter erbringt Dienstleistungen im Bereich des Coachings, der Beratung, des Trainings sowie der Bereitstellung von digitalen Inhalten (z. B. Online-Kurse, Video-/Audiomaterialien, digitale Arbeitsbücher) und physischen Produkten (z. B. gedruckte Workbooks).
(2) Der konkrete Leistungsumfang, die Anzahl der Coaching-Einheiten, die Art und Weise der Durchführung (z. B. online via Videokonferenz-Tools oder in Präsenz), die zeitliche Verfügbarkeit von Online-Zugängen sowie eventuelle Materialbereitstellungen werden im jeweils individuellen Angebot, der Produktbeschreibung auf der Webseite oder der Bestätigungs-E-Mail verbindlich festgelegt.
(3) Sofern Leistungen als Kombi-Angebot, Paket oder geschlossenes Programm gebucht werden, bilden die Einzelkomponenten eine didaktische Einheit. Eine Teilstornierung, ein Anspruch auf Reduzierung der Vergütung oder eine anteilige Rückvergütung für nicht genutzte Elemente durch den Kunden ist ausgeschlossen.
§ 3 Vertragsschluss und Buchungswege
(1) Die Präsentation der Dienstleistungen und Produkte auf der Webseite des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden dar (invitatio ad offerendum).
(2) Der Vertragsschluss kann auf folgenden Wegen erfolgen:
a) Per E-Mail / Individualangebot: Der Anbieter sendet dem Kunden ein individuelles Angebot oder eine Rechnung in Textform. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde dieses Angebot innerhalb der Bindungsfrist des Angebots formlos in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt oder die Rechnung bezahlt.
b) Über ein Online-Buchungssystem: Der Kunde durchläuft den digitalen Bestellprozess auf der Webseite des Anbieters bzw. eines eingebundenen Zahlungsabwicklers. Durch das Anklicken des kostenzahlungspflichtigen Bestellbuttons gibt der Kunde ein bindendes Angebot ab. Der Vertrag kommt durch die automatisierte Zusendung einer Buchungs- oder Bestellbestätigung per E-Mail zustande.
§ 4 Vergütung, Zahlungskonditionen und Ratenzahlungen
(1) Es gelten die im individuellen Angebot oder in der Produktbeschreibung ausgewiesenen Preise. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, verstehen sich die Preise gegenüber Verbrauchern als Bruttopreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern werden in der Regel Nettopreise zzgl. Umsatzsteuer ausgewiesen.
(2) Die Vergütung ist, sofern nicht anders vereinbart, sofort nach Rechnungserhalt und vor Beginn der ersten Leistungserbringung (z. B. vor dem ersten Coaching-Termin oder vor der Freischaltung von Online-Kurszugängen) ohne Abzug fällig.
(3) Wurde eine Ratenzahlung ausdrücklich vereinbart, sind die Raten zu den jeweils vereinbarten Terminen im Voraus fällig. Kommt der Kunde mit zwei aufeinanderfolgenden Raten ganz oder zu einem erheblichen Teil in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen und die gesamte noch offene Restsumme des Pakets sofort fällig zu stellen. Zudem kann der Anbieter den Zugang zu Online-Kursen oder weiteren Coaching-Terminen bis zum vollständigen Ausgleich der Rückstände sperren.
§ 5 Terminvereinbarung, Absagen und Stornierungen durch den Kunden
(1) Individuell vereinbarte Coaching-Termine (Einzel-Sitzungen) sind exklusiv für den Kunden reserviert. Kann der Kunde einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen, muss er dies dem Anbieter spätestens 24 Stunden vor dem geplanten Termin in Textform (z. B. per E-Mail) mitteilen.
(2) Erfolgt eine Absage oder Verschiebung weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Zeitpunkt oder erscheint der Kunde nicht zum Termin, behält der Anbieter den vollen Vergütungsanspruch für diese Sitzung. Bei gebuchten Stundenkontingenten oder Paketen gilt der Termin als erbracht und wird vom Guthaben abgezogen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
(3) Für feste Gruppen-Formate, Seminare oder Live-Workshops gelten die in der jeweiligen Produktbeschreibung gesondert ausgewiesenen Stornierungsfristen. Ein Anspruch auf Nachholung bei individuellem Nichterscheinen des Kunden zu Gruppen-Terminen besteht nicht.
§ 6 Vertragslaufzeit und Verfall von Leistungsansprüchen
(1) Soweit im individuellen Angebot, in der Produktbeschreibung oder im Vertrag keine spezifische Laufzeit für die Inanspruchnahme von Coaching-Einheiten vereinbart wurde, müssen gebuchte Coaching-Stunden oder Stundenkontingente innerhalb von 12 Monaten ab dem Datum des Vertragsschlusses vollständig abgerufen werden.
(2) Nach Ablauf der individuell vereinbarten Laufzeit oder der Frist nach Absatz 1 verfallen nicht genutzte Coaching-Stunden ersatzlos. Ein Anspruch auf Auszahlung des Gegenwertes oder eine Übertragung des Guthabens auf Dritte ist ausgeschlossen, es sei denn, der Kunde hat die Nichtinanspruchnahme nicht selbst zu vertreten (z. B. nachweisbare, dauerhafte Erkrankung).
§ 7 Absagen und Änderungen durch den Anbieter
(1) Der Anbieter ist berechtigt, vereinbarte Coaching-Termine aus wichtigem Grund (z. B. akute Erkrankung des Anbieters, höhere Gewalt oder unverschuldete technische Störungen) kurzfristig abzusagen oder zu verschieben.
(2) Im Falle einer solchen Absage durch den Anbieter wird der Termin zeitnah und in gegenseitiger Absprache nachgeholt. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Kunden (z. B. für bereits gebuchte Reise- oder Hotelkosten) sind ausgeschlossen, es sei denn, dem Anbieter fällt Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last.
§ 8 Urheberrecht und Nutzungsrechte an Materialien
(1) Alle Urheberrechte, Markenrechte und sonstigen Schutzrechte an den vom Anbieter bereitgestellten Unterlagen, Inhalten, Präsentationen, Videos, Audioaufnahmen sowie digitalen oder gedruckten Arbeitsbüchern (Workbooks) verbleiben vollumfänglich und exklusiv beim Anbieter.
(2) Dem Kunden wird ein einfaches, persönliches und nicht auf Dritte übertragbares Nutzungsrecht für den eigenen Gebrauch gewährt. Die Laufzeit dieses Rechts entspricht der vertraglich vereinbarten Dauer (z. B. Dauer des Zugangs zur Lernplattform).
(3) Dem Kunden ist es ausdrücklich untersagt, Zugangsdaten zu Online-Plattformen an Dritte weiterzugeben, die Materialien (auch auszugsweise) zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen, zu verkaufen oder für eigene gewerbliche Zwecke (z. B. eigene Coachings oder Schulungen) zu nutzen.
§ 9 Verantwortung des Kunden und Haftungsbegrenzung
(1) Das Coaching basiert auf Kooperation und gegenseitigem Vertrauen. Es handelt sich um einen rein beratenden und begleitenden Prozess. Die Parteien sind sich einig, dass der Vertrag als Dienstvertrag gemäß § 611 BGB qualifiziert wird. Der Anbieter schuldet die ordnungsgemäße, fachgerechte Durchführung des Coachings und die Bereitstellung der Materialien, nicht jedoch das Erreichen eines bestimmten messbaren Erfolges oder Ergebnisses.
(2) Die Umsetzung der im Coaching vermittelten Impulse, Strategien oder Empfehlungen erfolgt ausschließlich in der eigenen Verantwortung und auf eigenes Risiko des Kunden. Das Coaching ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische, steuerliche oder rechtliche Beratung.
(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen. Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Verträgen, die im Fernabsatz (z. B. über E-Mail oder Online-Formulare) geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Details hierzu ergeben sich aus der separaten Widerrufsbelehrung des Anbieters. Bei der Buchung von digitalen Inhalten (z. B. sofortiger Download eines Workbooks oder direkte Freischaltung des Online-Kurses) erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig, sofern der Kunde dem vorab ausdrücklich zugestimmt hat.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Auf Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(2) Sofern es sich beim Kunden um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist der Geschäftssitz des Anbieters der ausschließliche Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt (Salvatorische Klausel).